Forst- und Landwirtschaft, für Menschen eine sehr emotionsreiche Beziehung

Junger Mann mit Hund auf dem Arm

Die Beziehung zwischen Mensch und Natur ist von Emotionen nur so geprägt. Auf den ersten Blick erscheinen romantische Vorstellungen vom Leben auf dem Bauernhof vielleicht als die Lebensweise schlechthin, um die perfekte Symbiose zum irdischen Lebensraum auszuleben. Liefert der eigene Bauernhof mit Ackerbau und Viehzucht und dem angrenzenden Wäldchen als Holzlieferant doch sämtliche Rohstoffe, die für ein Leben auf Erden notwendig sind. Und ganz nebenbei weckt der Anblick der Natur tiefe Gefühle. Für den Menschen, als definitives Ende der Nahrungsmittelkette, sind diese Gedanken allzu einfach, doch verbirgt sich hinter der Land- und Forstwirtschaft weitaus mehr als reine Ökologie, im Sinne vom Schutz der Umwelt.

Tatsächlich stecken hinter dieser Beziehung aber auch vielfach Probleme, die vom Menschen produzierte sind. Seit Jahrtausenden wird die vermeintlich unberührte Wildnis, die oftmals zu romantischen Träumereinen einlädt, vom Menschen geprägt und nachhaltig verändert. Längst hat die Zivilisation auch die abgelegensten Landstriche mit ihrer Zivilisation erreicht. Wobei der Wald als solcher die wohl noch ursprünglichste aller Kulturlandschaften darstellt. Die Landwirtschaft hingegen hat sich im Laufe der Jahrhunderte gänzlich geändert. Massentierhaltung und maschinelle Automatismen, um dem Menschen die Arbeit zu erleichtern und so viel Nahrung zu produzieren, wie möglich, stehen heute allzu oft für die Landwirtschaft.

Nachhaltigkeit gewinnt hierin eine zunehmende Bedeutung, um die Romantik zu erhalten. Nicht nur in der Forstwirtschaft spielt diese eine immense Rolle, auch die Landwirtschaft, die gesamte Umwelt muss mit einbezogen werden, damit die emotionelle Bindung zur Natur nicht ebenso nachhaltig gestört wird. Zukunftsgerechte Lebensweisen sollen den Weg hierfür aufzeigen, denn durch die gestörte Beziehung zwischen Mensch und Umwelt ist ebendiese in Gefahr. Ohne ein kontrolliertes Eingreifen des Menschen, eine Korrektur seines bisherigen Umganges, scheinen die emotionsreiche Beziehung gefährdet. Ohne den Eingriff würden die romantischen Vorstellungen vom Leben mit und in der Natur, von der Ertrag bringenden Land- und Forstwirtschaft und dem nachhaltigen Lohn, irgendwann einer reinen Illusion weichen.